Glauben und Kirche? Was geschieht da alles im Namen des Herrn?

6. Juli 2023 0
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06.07.2023 – Thema: Glauben und Kirchen

Es gibt viele Religionen, die unterschiedlichsten Glaubensrichtungen,
aber nur eine Moral (John Ruskin).
Gewalt ist Machtgier – kein Glauben!

Auszug aus meinem Tatsachenroman – Überarbeitung/Neuauflage kommt im März 2024

Was nicht alles im Namen des Herrn angerichtet wurde und wird.
System Kirche – eine politisch geschützte, daher unangreifbare, milliardenschwere Institution.

Nicht einmal Experten wissen, ob es fünfhundert oder tausend Religionen auf dieser Welt gibt. Auf jeden Fall gibt es keine richtige oder falsche Religion. Egal welche Religion, egal welcher Glaube, egal ob man ihn Gott, Jesus, Propheten, Muhammed, Allah oder anders nennt. Jeder soll nach seinem Glauben leben und glücklich werden. Aber keiner hat das Recht, anderen Menschen seine Religion vorzuschreiben oder sogar zu diktieren. Wer meint, seine eigene Interpretation aus „Bibel, Koran o. a.“ mit Gewalt, Krieg, Missbrauch und Mord den Menschen aufzwingen zu müssen, hat keinen Glauben. Sondern will nur seine Gier nach Macht, Mord- und Ausbeutung ausleben. Wer nämlich eine religiöse Überzeugung hat und danach lebt, kennt keine Gewalt! Knechtet keine Menschen! Führt keinen Krieg! Missbraucht und betrügt keine anderen Menschen! Mordet nicht!

Ist das nicht seltsam? Männer interpretieren die angeblich so niedergeschriebenen Glaubenssätze in den Heiligen Schriften wie es ihnen gefällt, wobei Frauen grundsätzlich benachteiligt werden.

Wer meint, seinen katholischen, evangelischen oder anderen Glauben nur in Abhängigkeit der Kirchen und Tempel, der goldenen Paläste und wohlgenährten Kirchenfürsten in ihren Festgewändern entfalten und leben zu können, und von den Gräueltaten und Bereicherungen der Kirchen weder etwas wissen noch daran glauben will, sollte nicht weiterlesen.

Ob Papst, Kardinäle, Bischöfe oder andere Glaubensvertreter, ich finde diesen seit Jahrhunderten um sich herum (oft mit Gewalt) aufgebauten Menschenkult befremdlich und abstoßend. So nebenbei mal eine Frage: Was ist das für ein Glaubenskult, wenn ein Papst sich mit „Heiliger Vater“ ansprechen lässt? An ihm ist rein gar nichts heilig, und laut der Bibel und den Gebeten gibt es nur einen einzigen Heiligen Vater, – und zwar dem christlichen Glauben nach im Himmel!

Glaube und ein Christmensch sein sieht anders aus. Sie verbreiten immer noch ihre mittelalterliche Ideologie. Was die Kirchen als Glauben verkaufen, und uns seit Jahrhunderten als „Gottes Worte“ präsentieren, sind lediglich Aussagen irdischer Nutznießer, die sich ihren Job vergolden lassen. Sie verstehen von Familie, Ehe, Menschlichkeit, Wiedergutmachung, Gleichberechtigung, menschlicher Vielfalt und christlichem Tun so viel wie ein Schaf von der Relativitätstheorie. Christliche Werte werden eh außerhalb als in der Kirche gelebt.

Scheinbar geht es den Kirchenführern ausschließlich um Machterhalt, Beschützen und Vermehren ihrer Reichtümer. Realitätsferne, verkrustete alte Männer, die die Menschen weiterhin in ein Glaubenskorsett zwingen wollen. Diese Altväter haben seit Jahrzehnten die Zeit verschlafen, lieben ihre Selbstinszenierungen, die Verehrung der Gläubigen und denken immer noch, die Menschheit bevormunden und missionieren zu können. Sich der heutigen Zeit zu öffnen ist nicht ihr Ding. Sie beharren auf uralte, längst überholte Glaubenssätze, blockieren und verhindern damit eine zeitgemäße Glaubensgestaltung der Menschen.

Was seit Bestehen in unseren beiden großen Kirchen, extrem in der Katholischen, an aufgebauschten Hierarchien, überproportionalen Ämtererfindungen und unermesslichem Reichtum angesammelt wurde, hat nichts mehr mit Gottesglaube und den Lehren Jesus Christus zu tun. Bei uns werden, mitten in einem aufgeklärten Land, in hemmungsloser Weise lange überholte Relikte aus feudalen Oberschichtenzeiten konserviert. Gutbetuchte, übermäßig umsorgte Soutaneträger leben auf Kosten der zahlenden Bürger/innen nicht schlecht. Vermutlich haben diese Robenträger mal von Jesus Christus gehört? Wenn es ihn wirklich einmal gegeben hat (und es keine Mär ist, um das Volk bei Zahlungslaune zu halten und mit Angstverbreitung zu beherrschen), dann hat er bestimmt nicht am Kreuz gehangen, damit seine Anhänger auf der Erde jede Art von Unrecht begehen und in unschätzbarem Reichtum baden können. Es wird behauptet, dass die katholische Kirche zu den reichsten weltweit zählt.

Was machen beispielsweise unsere hochbezahlten Bischöfe in ihren luxuriösen Residenzen für ihr Geld, die ihre komfortable Lebensweise von unseren Steuergeldern auskosten können, außer ihrer Selbstdarstellung zu frönen, überfällige Reformen zu blockieren und den Reichtum der katholischen Kirche zu bewachen und zu vermehren? Sie lassen andere für sich arbeiten! Ich habe noch keinen Bischof in katholischen Einrichtungen, bei kranken und armen Menschen arbeiten gesehen. Oder, dass sie in ihren Residenzen und Kirchen Flüchtlinge aufgenommen und versorgt haben. Missbrauchsopfer zu entschädigen, hat für diese Herren ebenso keine Priorität.

Rein hypothetisch: Was würde passieren, wenn Jesus noch einmal auf die Erde kommen und sehen würde, wie feudal sein Bodenpersonal in den Führungsetagen lebt, sich mit Prunk und Protz eingerichtet hat und einem Pharisäertum frönt? Statt auch nur annähernd den Lehren und dem Leben Jesus von Nazareth Folge zu leisten, der als einfacher Zimmermann, genau wie seine Jünger, von seiner Hände Arbeit lebte. Er musste sich selbst um seinen Lebensunterhalt kümmern und schnorrte nicht bei anderen, um sich für seine Gebete fürstlich bezahlen zu lassen. Ob Gott noch einmal eine Sintflut veranlassen würde, wenn er den Luxus sieht und an „den Tanz um das Goldene Kalb“ erinnert wird?

Unter den Christen in der Bundesrepublik ist schon länger eine wachsende Unzufriedenheit mit den beiden großen Kirchen zu beobachten, die sich in den zunehmenden Kirchenaustritten zeigt. Weil immer mehr von ihrem negativen Tun an die Öffentlichkeit dringt? Besonders die Missbrauchsfälle an Millionen Kindern weltweit, was vor allem die katholische Kirche vertuscht und ein Täterschutzprogramm in den eigenen Reihen durchführt. Eine Täterorganisation, grausame Gleichgültigkeit den Opfern gegenüber, Komplizenschaft von Bischöfen und Kardinälen, die ein Verbrechen immer noch für eine zu vergebende Sünde halten. Wenn die Sünden der Kirchen einmal öffentlich an den Pranger gestellt werden würden, dann würden wohl die letzten gebildeten Gläubigen aus der Kirche austreten.

Übrigens wurde dem Vatikan bereits 2014 von einem UN-Ausschuss die Verletzung der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen vorgeworfen. Die Kirche habe nicht genug getan, um den Kindesmissbrauch durch Geistliche zu unterbinden. Der Missbrauch wird auch nicht aufhören, solange dieser unsinnige Zölibat existiert und die Täter nicht durch unsere Justiz verurteilt werden. Es wird nichts Glaubhaftes getan, Übergriffe abschaffen zu wollen, Täter hart zu bestrafen und Opfer fair zu entschädigen. Es ist nicht mehr länger zu verheimlichen, dass vorwiegend die katholische Kirche scheinbar ein Mekka für Pädophile, Sadisten, Vergewaltiger und sexuelle Ausschweifungen ist. Verdeckt und vertuscht von den höchsten Kirchenstellen.

Es sind schon so viele Bücher über die Verbrechen der beiden großen Kirchen geschrieben worden. Aber erst in den letzten Jahren nimmt die Öffentlichkeit langsam wahr, welche Gewaltauswüchse wirklich in den Kirchen im Namen des Herrn jahrhundertelang gang und gäbe waren und mitunter auch heutzutage noch vorkommen. Aus der Geschichte wissen wir, dass der gigantische Reichtum nicht ehrlich erworben wurde. An ihm klebt das Blut von Abermillionen Menschen. Die beiden großen Kirchen sind mächtig, viel zu mächtig geworden!

Die katholische Kirchenzentrale hat sich in Jahrhunderten ein weltliches milliardenschweres Imperium u. a. auf Kosten der (Zwangs-) Gläubigen aufgebaut. Ist es nicht seltsam, dass Päpste (oder die Schätze des Vatikans?) seit 1506 durch Soldaten geschützt werden …?
Wenn man alleine die angehäuften Immobilien und erbeuteten Reichtümer des Vatikans auflösen würde, und die selbstherrlichen hohen Kirchenfürsten so glaubenstreu und bescheiden leben würden wie es nach dem Willen von Jesus Christus wäre, könnte man nicht nur den Hunger und die Armut in der ganzen Welt beseitigen, sondern allen Entwicklungsländern dazu verhelfen ihr ausgebeutetes Land wieder selber zu bewirtschaften. Das wäre doch mal eine gottgefällige Missionstat! Und eine kleine Wiedergutmachung der seit Jahrhunderten ausgeführten Straftaten. Außerdem wäre eine der Fluchtursachen aus der Welt geschafft.

Doch diese Kirchenführer suhlen sich lieber in ihren Reichtümern und haben noch die Dreistigkeit, Jahr für Jahr zu Spendenaktionen für die arme hungernde Welt aufzurufen. Das ist an Impertinenz nicht mehr zu überbieten. Kommt überhaupt von unseren Spendengeldern bei den notleidenden Menschen etwas an?

Ob Gott und die Kirchen zusammengehören sollte jeder für sich entscheiden. Für Millionen Menschen ist der Glaube ein Anker, an den sie sich festhalten, um durch ihr Leben zu kommen. Aber um danach zu leben und zu handeln hat man ihn im Herzen. Dafür braucht man keine prunkvollen Kirchen, Luxuspaläste oder vorführende Eminenzen in prächtigen Gewändern.

Selbstverständlich gibt es in und außerhalb der Kirchen eine Menge Menschen, die wirklich ihren christlichen Glauben leben und sich der Unmenschlichkeit entgegenstellen. Sie arbeiten und helfen im Hintergrund, ohne großes Aufsehen und Spektakel. Dabei will ich nicht außer Acht lassen, dass viele christliche Institutionen Gutes tun. Nur sind es die unterbezahlten Mitarbeiter/innen und unbezahlten Ehrenamtlichen, die letzten Endes dort die Leistung erbringen und das Sozialsystem aufrechterhalten. Und nicht die hochbezahlten Eminenzen.

»Für mich stellen Liebe und Mitgefühl eine allgemeine, eine universelle Religion dar. Man braucht dafür keine Tempel und keine Kirchen, ja nicht einmal unbedingt einen Glauben, wenn man einfach nur versucht, ein menschliches Wesen zu sein, mit einem warmen Herzen und einem Lächeln, das genügt.«
(Dalai Lama)

Im Namen Gottes so vieles passiert, schon immer, zu allen Zeiten,
im Namen des Glaubens – Gewalt regiert, die Wunden werden nie heilen.
Der Missbrauch der betrieben wird, auf Kosten Millionen von Menschen,
so mancher Geist ist schon verwirrt, wo sind des Wahnsinns Grenzen?
Mehr Tote als in all den Kriegen, so grausam viele sind verreckt,
im Namen Gottes sie dort liegen, die Kirche hat sie nicht versteckt.

Das Mäntelchen Barmherzigkeit, wird von euch gern benutzt,
kein Papst in seiner Heiligkeit, hat sich für uns beschmutzt.
Hört auf mit Macht das zu bekommen, was heute nicht mehr einfach ist,
lebt selber erst mal wie die Frommen, NUR Beten ist die Lösung nicht.
Ihr seid nicht selbst der liebe Gott und habt kein Recht auf Macht und Zwang,
bald glaubt man euch nicht mehr ein Wort, ihr geht am Abgrund schon entlang.

Was wollt ihr noch mit Angst erkaufen? Die Zeiten sind schon lang vorbei,
als man euch wirklich alles glaubte, doch heute sind Gedanken frei.
Ein jeder soll glauben, an das was er will, die Kirche hat keinerlei Rechte,
eine Macht auszuüben, einen kirchlichen Drill, denn ihr seid Gottes Knechte.
Mit Angst spielt ihr schon viel zu lang, Jahrhunderte Macht missbraucht,
viel Reichtum hat es euch gebracht, die Menschen ihr beraubt.

Verbrechen, die auch heut noch sind, verschleiert ihr durch Schweigen,
das alles geht nach eurem Sinn, – egal, wenn Menschen leiden.
Politisch habt ihr Rückendeckung, kassiert viel Geld von da und dort,
mager ist dabei die Leistung, gerne eignes Süppchen kocht.
Kirchensteuer, Zwangsabgaben, – Subventionen oben drauf,
gebt das Geld mit vollen Händen, gerne für euch selber aus.

Solange man euch nicht vertrauen kann, laufen die Menschen euch fort,
es liegt allein in eurer Hand, was ist für euch noch Gottes Wort?
Mischt euch nicht mehr in Dinge ein, die Ehe, Familie, Politik überlebt,
ihr Kirchenmänner nur Laien seid und Theorie doch nur versteht.
Ihr seid verstaubt, wollt etwas halten, was lange schon verloren ist,
ihr müsst die Kirche neugestalten, weil sonst kein Mensch euch mehr vermisst.

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