Tierschutz funktioniert hier besser als der Schutz unserer Kinder.

24. Mai 2023 0
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Juli 2025 – Thema: Unsere Kinder

Traurig, aber wahr: Tierschutz funktioniert in Deutschland besser als der Schutz unserer Kinder. Tierschutz ist schon lange in unserem Grundgesetz verankert. Warum erhalten Kinder keinen gesetzlichen Schutz und Rechte?

Bereits seit 1924 (Genfer Erklärung) setzen sich Menschen dafür ein, dass Kinder vor Gewalt gesetzlich geschützt werden sollen. Auch nach über 100 Jahren will man unsere Kinder weder schützen noch ihnen Rechte zugestehen. Dafür steht seit 2002 der Tierschutz sogar als Staatsziel im deutschen Grundgesetz – Kinderschutz und Kinderrechte nicht. »Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.« Das ist gut und richtig! Ich mag Tiere und esse sie nicht. Nur, warum werden hierzulande Tiere wertgeschätzt und Kinder nicht? Das sagt viel über die Gleichgültigkeit unserer Staatsführung und Gesellschaft aus, die die Armut, Gewalt und den Missbrauch an Kindern weiter hinnimmt.
Kinderrechte auf Schutz vor Gewalt, Missbrauch, Vernachlässigung, Armut und Ausbeutung im Grundgesetz festzuschreiben, würde das Recht der Kinder auf eine gewaltfreie Erziehung sowie eine Mitverantwortung in der Gesellschaft stärken.

Für den Tierschutz setzen sich in Deutschland Hunderttausende Menschen ein. Es gibt ca. 1.400 Tierheime, Pflegestellen und Gnadenhöfe. 550 Tierheime (private wie staatliche Initiativen) sind dem Deutschen Tierschutzverband angeschlossen, sowie 740 Tierschutzvereine. Im Tierschutzbund sind mehr als 800.000 Mitglieder.
Im Kinderschutzbund engagieren sich etwa 15.000 Ehrenamtliche und 7.000 Hauptamtliche. 50.000 Einzelmitglieder unterstützen in 400 Ortsverbänden durch ihre Beiträge die Kinderschutzarbeit. Amnesty International hat in Deutschland ca. 130.000 Unterstützer.
Nicht einmal die Hälfte gibt es an engagierten Menschen, Organisationen oder Kinderschutzvereinen in Deutschland! Und davon ist die Mehrheit der Initiativen für Kinder in den Entwicklungsländern tätig.

Sind Tiere wichtiger als unsere Kinder? Dass in Deutschland Kinderarmut weit verbreitet ist und Tausende Kinder täglich durch Menschenhand hier gequält und misshandelt werden, Schmerzen und Schäden erleiden, scheint kaum einen sonderlich zu interessieren. Arme Kinder sind öfter von Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung bedroht. Und der Anstieg der Kinderarmut, hungernde, wohnungslose und verwahrloste Kinder, basiert oft auf das fehlende oder dürftige Einkommen der Eltern. Vor allem Kinder von Alleinerziehenden sind von Armut betroffen. Dadurch wird den Kindern der Zugang zu frühkindlicher Förderung, Bildung, Freizeitmöglichkeiten, zu medizinischer Versorgung, Gesundheit, ausreichender Nahrung und Sicherheit verwehrt. Millionen Kindern wird die Möglichkeit genommen, sich frei zu entwickeln und am normalen Gesellschaftsleben teilzunehmen, weil sie die angebliche »Chancengleichheit« durch ihre Ausgrenzung nicht wahrnehmen können. Kinder brauchen unseren Schutz und Perspektiven auf ein vollwertiges Leben. Und dafür muss die Basis geschaffen werden! – Überall auf der Welt, aber auch in Deutschland! 

Jedes Jahr gibt es Unmengen an Aufforderungen, Geld für hungerleidende Kinder, deren Schutz und andere humanitäre Zwecke zu spenden. Besonders in der Weihnachtszeit wird fleißig für die Förderung von Kindern in der ganzen Welt gesammelt und gespendet, was völlig OK ist. Ob die vielen Millionen wirklich den notleidenden Kindern zugutekommen und Veränderungen stattfinden? Ich habe meine Zweifel. Wo bleiben die Beweise? Was an Geld ankommt können wir nicht kontrollieren. Ist es nicht seltsam, dass seit Jahrzehnten gesammelt wird, und dennoch haben wir eine enorme Zunahme der Armut und des Hungers, nicht nur in der Welt, sondern auch hier in Deutschland! Im Grunde genommen ist gegen Spenden nichts einzuwenden, wenn man dabei die Menschen, insbesondere die Kinder und Armen, im eigenen Land nicht vergessen würde! Will man mit der ganzen wohltätigen Spenderei nur sein Gewissen beruhigen? Weil Geld zu spenden bequemer ist, als sich persönlich für Problemlösungen einzusetzen? Über sein Engagement entscheidet jeder selber.
Wie wäre es, wenn sich um die drei Millionen armen Kinder in Deutschland einmal gekümmert werden würde? Unsere realitätsfernen Politiker meinen mit immer höheren und bequemen Geldzahlungen an die Eltern die Probleme zu lösen?! Kinder können kein Geld essen! Die Probleme werden auch nicht weniger, durch Kinder, die instrumentalisiert werden Gelder einzusammeln, was nicht nur für die Sternsinger gilt. Warum machen das nicht Erwachsene und sind Vorbilder für die Kinder?

Das Leid von Kindern wird von Erwachsenen verursacht! Die UN-Kinderrechtskonvention von 1989 gehört zu den internationalen Menschenrechtsverträgen und verpflichtet die Staaten, sich aktiv für das Wohl der Kinder einzusetzen. Auszug: »Kinder haben Anspruch auf besonderen Schutz, Fürsorge und Unterstützung, damit sie zur vollen und harmonischen Entfaltung ihrer Persönlichkeit in einer Familie, umgeben von Glück, Liebe und Verständnis, aufwachsen können. Umfassend und individuell sollen sie auf das Leben in der Gesellschaft vorbereitet und im Geist des Friedens, der Würde, der Toleranz, der Freiheit, der Gleichheit und der Solidarität erzogen werden.« Zu der Kinderrechtskonvention zählen: Recht auf Leben! Recht auf beide Elternteile! Recht auf eine Kindheit ohne Gewalt! Recht, gesund aufzuwachsen! Recht auf Bildung! Schutz vor wirtschaftlicher Ausbeutung! Schutz vor sexuellem Missbrauch! Schutz vor bewaffneten Konflikten!

Es müssen endlich Bedingungen geschaffen werden, die ALLEN unseren Kindern hier im Land zugutekommen! Wann endlich wird dafür gesorgt? Palavert wird über diese Staatsaufgaben seit Jahrzehnten! Ab und zu werden gönnerhaft Brotkrümelchen verteilt; doch Jahr für Jahr werden diese Langzeitprobleme ignoriert oder aufgeschoben! Lasst uns dafür sorgen, dass hier im Land keine Kinder mehr hungern oder leiden müssen und ALLE Kinder eine gute Bildung und die gleichen Chancen erhalten, damit sie später ihre Talente und ihr Wissen in Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheit und Gerechtigkeit zum Wohle der Gesellschaft einsetzen können. Wenn die Kinderarmut hier nicht schnellstens beseitigt wird, und nicht allen Kindern die gleichen Möglichkeiten gewährt werden, wachsen hier weitere Generationen auf, die nichts für die Gesellschaft tun können und tun werden. Arme Kinder werden ausgebremst, weil wir sie nicht in die Lage versetzen sich zu entfalten, zu bilden und später für sich selber sorgen zu können. Wie sollen sie in Zukunft zum Wohle der Allgemeinheit beitragen, wenn ihnen der Weg versperrt wird? Kinder sind schließlich die Zukunft eines Landes. Es ist unstrittig, dass wir in unserer hochtechnisierten Welt achtsamer mit unseren Kindern umgehen sollten, als wir es bisher tun. Und es gibt keine Entschuldigung dafür, Kindern eine gute Kindheit, Rechte und Schutz vorzuenthalten. Kinderrechte sind Menschenrechte!

Kinder kommen auf die Welt, die von Erwachsenen geschaffen wird und sind den „Großen“ hilflos ausgeliefert. Die einen erhalten zuhause Geborgenheit und Liebe, doch Millionen Kinder sind in Deutschland der Armut und/oder Misshandlung ausgesetzt, weil hier der Kinderschutz weiterhin mangelhaft ist! Deutschland steht bezüglich Kindeswohl europaweit an 16. Stelle!!! Und da wundert man sich, dass hier zu wenige Kinder geboren werden?

Missbrauch und Gewalttaten an Kindern passieren hier tagtäglich in unvorstellbarem Ausmaß in allen Gesellschaftsschichten, wie auch in den Kirchen. Es wird seit Generationen tabuisiert und von den Medien, der Politik, der Justiz und Gesellschaft weggeschaut, ausgeblendet, vertuscht, ignoriert und verharmlost!
Wie kann es sein, dass unsere Gesellschaft es immer noch zulässt, dass ihre Schutzbefohlenen (sogar zunehmend) Angriffen auf ihre körperliche und seelische Unversehrtheit ausgesetzt sind? Täter dürfen nicht länger beschützt, aufgefangen und therapiert werden, während Opfer zusehen müssen, wie sie zurechtkommen!

Jugendämter sind in Not – Kinder in Gefahr. Die Anzahl der Kindeswohlgefährdung ist seit vielen Jahren stark angestiegen. Jugendämter sind wegen Personalmangel überlastet. Wer schafft Abhilfe? Gewalt und Armut verschwinden nur, wenn keiner mehr wegschaut! Die Gesellschaft könnte mit erhöhter Aufmerksamkeit enorm helfen. Wieder hin zu mehr Wahrnehmung, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft. Zumindest könnten bei Gewaltattacken bei der Polizei angerufen oder bei Gewalttaten an Kindern das Jugendamt informiert werden.

Wann endlich handeln Gesellschaft, Politiker und Justiz? Seit Jahrzehnten wird zu wenig für unsere Kinder getan; ob es um Schutz, Rechte oder Bildung geht. Darüber hinaus zieht sich die Gewalt und der sexuelle Missbrauch an Kindern seit Generationen durch alle Gesellschaftsschichten. Täter sind überall. Missbrauch und Gewaltexzesse sind ein Verbrechen! Eine härtere Gefängnisstrafe von zwanzig Jahren ohne Bewährung, und danach kommt die Sicherungsverwahrung, ist lange schon überfällig. Warum werden im Gericht die Opfer gezeigt, aber die Täter dürfen ihr Gesicht vor der Öffentlichkeit verdecken? Das muss aufhören, zeigt die Verbrecher her! Sie gehören an den öffentlichen Pranger und müssen registriert werden, wie es in anderen Ländern üblich ist! Außerdem müssten diese Unmenschen an ihre Opfer Entschädigungsleistungen bezahlen!
Aber dafür fehlen uns mutige Politiker und eine durchgreifende Justiz. Sie legen Gerechtigkeit anders aus. Täter haben Rechte, erfahren Milde – Opfer nicht! Dass Gewalt und Missbrauch an Kindern immer noch von höchsten Stellen verharmlost werden, bleibt unbegreiflich und ist erbärmlich! Die Weigerung, abschreckende Urteile zu fällen, bleibt unfassbar.

Das System stärkt die Täter! Ist es nicht überaus seltsam, dass Gesetze und Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Frauen vor Gewalt und Missbrauch, von männlichen Politikern, selbsternannten Experten und durch die Täterfördernden Urteile unserer mildtätigen Justiz, immer wieder boykottiert werden? Es macht wütend, wenn man von diesen „Zuckerwattenurteilen“ hört. SO wird Deutschland niemals einen Rückgang der Gewalt und des Missbrauchs an Kindern und Frauen hinbekommen! Die Opfer leiden ihr Leben lang! Und dann müssen sie sich auch noch die dummdreisten Rechtfertigungen der Richter anhören, die diese Verbrechen verharmlosen und die Täter mit skandalös niedrigen Urteilen beschützen und die Opfer damit verspotten:

»Das Gericht habe das umfassende Geständnis des Täters gewürdigt.«
»Der Täter hat gestanden und zeigte Reue.«
»Der arme Täter ist in einem gewalttätigen Umfeld aufgewachsen.«
»Der Täter geht freiwillig in Therapie.«
»Die Taten sind schon länger her.«

Tausende wohlwollende „Urteile“ sind die Norm; und dann gehen Richter noch hin und bieten den Tätern einen Deal an: wenn sie die Taten gestehen (die oft über Monate und Jahre ausgeführt wurden), kommen sie auf Bewährung oder mit einer geringen Gefängnisstrafe davon! Trotzdem die Gewalttaten und/oder sexuellen Angriffe nachgewiesen wurden! Und schon können die Täter fleißig weitermachen!

Eingeschränkte Intelligenz oder »testosterongesteuerte Übergriffe« oder vorgeschobene Affekthandlungen (Ausnahme Notwehr) dürfen kein Entschuldigungsgrund für Gewaltanwendung sein! Es ist ohne Sinn und Verstand, dass sich Geständnisse, Ausreden oder die angebliche Reue der Täter strafmildernd auswirken! Bei Mord, Missbrauch und Gewalt ist Verständnis absolut unangebracht! Die Weigerung, zumindest die gesetzliche Höchststrafe von fünfzehn Jahren ohne Bewährung und anschließender Sicherungsverwahrung zu verhängen, ist Täterbegünstigung in Vollendung! Diese Höchststrafe schreibt das Gesetz schon lange vor. Sie wird jedoch von fragwürdigen Richtern ignoriert. Bei solchen Verbrechen muss eine vorzeitige Entlassung, Strafnachlass, Bewährung und Protektion gesetzlich verboten und Wiedergutmachungsverpflichtungen an die Opfer Gesetz werden!
Hinzu kommt, dass in keinem anderen Land so viele Missbrauchs- und Gewaltverfahren eingestellt werden wie in Deutschland. Sexualisierte Gewalt ist hier seit Jahrzehnten das sicherste Verbrechen das es gibt. Weil Täter und Pädophilenbeschützer selbst in der Justiz, in der Politik, in den Kirchen und in allen Gesellschaftsschichten zu finden sind und gedeckt werden. Tatorte: Familie, Kirchen und Vereine, Heime und Studios, Kitas und Schulen etc. Unfassbar ist auch die leichte Verbreitung von Kinderpornografie im Internet.

Zum Thema Kindergrundsicherung: Eine Aufstockung von sozialen Geldleistungen ist keine Lösung für die bedürftigen Kinder! Wieder einmal vorbei an der Wurzel des Übels und eine politische Lösung, die nicht zum Problem passt! Wieso meint unsere Regierung, sich mit für sie bequemen Geldzahlungen vor Staatsaufgaben hier im Lande weiterhin drücken zu können, die sie seit Jahrzehnten standhaft ignorieren? Mietwucher und Wohnungsnot. Marode Schulen, mangelhaftes Bildungssystem und enormer Lehrkräftemangel! Anstieg von Kinderarmut, hungernde, wohnungslose und verwahrloste Kinder, Zunahme von Gewalt und Missbrauch an Kindern! Statt die Langzeitprobleme zu lösen, werden sie immer noch schöngeredet und die Realität missachtet! Warum wird nicht endlich einmal zu Taten geschritten? Geld kann kein Kind essen und Geld alleine löst auch keine Probleme! Leider wird die Kindergrundsicherung den armen Kindern genauso wenig zugutekommen, wie die CO2 Abgabe dem Umweltschutz.

Zukunftsabsicherung und Chancengleichheit für die Kinder wären: Kindergeld kürzen und zusammen mit dem Geld für die Kindergrundsicherung in die Kinderförderung investieren! Das wäre nachhaltiger, zweckmäßiger und würde allen Kindern zugutekommen! Folgendes würde Kinder vor Ausgrenzung, Hunger, Armut und Bildungsmangel schützen:

  • Bis zum 16. Lebensjahr ist für alle Kinder alles frei. Die Eltern müssen nichts mehr bezahlen. Ob in Kitas oder in Schulen > Frühstück, Mittagessen, Schulgetränke, Lehrmaterial, Bücher, Schulausflüge, Förderung, Betreuung und Nachhilfe in den Schulen. Freizeitgestaltungen, Schwimmbäder, Sportvereine, Erholung, Bahn, Bus etc., und bis zum 4. Schuljahr müssen Kinder schwimmen lernen.
  • Schüler und Schülerinnen, die der deutschen Sprache und der deutschen Kultur nicht mächtig sind, werden in Parallelklassen unterrichtet, bis sie soweit sind, um mit den anderen zumindest sprachlich mitzukommen. So setzt man sie nicht der Überforderung und Ausgrenzung aus, und das Niveau der Bildung kann erhöht werden.
  • Lehrkräfte werden fair bezahlt, gefördert und Tausende eingestellt.
  • Es wird auf kleine Klassen geachtet.
  • Studierende und Auszubildende erhalten ausreichende staatliche Unterstützung. BAföG muss nicht mehr zurückbezahlt werden. Wer aber gesund und nicht beeinträchtigt ist, sich ausbilden lassen oder studieren kann, aber nicht will, erhält keine Unterstützung. Faulheit wird nicht mehr finanziell gefördert.
  • Marode Schulen, Klassenräume und Toiletten werden saniert. Lehrmaterial auf den neuesten Stand gebracht. Digitalisierung gefördert.
  • 37.000 obdachlose Minderjährige werden von der Straße geholt und sie erhalten ein menschenwürdiges Zuhause. Mir ist es unbegreiflich, wie Politik und Gesellschaft es zulassen können, dass verzweifelte Minderjährige in Deutschland ganz oder teilweise auf der Straße leben müssen.
  • Natürlich gehört auch der Ausbau von bezahlbaren und ausreichenden Wohnungen dazu, um Armut zu bekämpfen.
  • Mehr Betriebskindergärten würden übrigens den Fachkräftemangel vermindern.

Ich habe mich erneut an die Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gewandt und hoffe, dass sie zugunsten der Kinder in ihrer Entscheidungsposition mehr erreichen kann, als ihre Vorgängerinnen.

Die nordischen Länder machen es uns vor; sie sind ein gutes Beispiel, wie es sozial zum Wohle der Kinder und der Bevölkerung gehen kann! Wir sind doch Europa. Warum werden derartige funktionierende Modelle hier nicht übernommen?

Kinder sind die Saat unseres Seins und die Zukunft eines Landes.

Die Saat unseres Seins sind die Kinder, ohne sie stirbt die Menschheit aus,
Existenzangst im Alter sie lindern, sie sind unser Schatz im Haus.
Doch wie haben wir uns gewandelt, ein Kind wird zum Gegenstand,
ob ja oder nein wird verhandelt, die Kinderliebe verschwand.

Das Wichtigste ist heute Reichtum, ein Haus, ein Auto, viel Geld,
wer spricht denn hier von Nichtstun? Wir spenden für Kinder der Welt.
Wir nehmen nichts mit in die Erde, Vermögen ist kalt, wird vergehn,
das Leben hat ewige Werte, wenn Kinder am Sterbebett steh‘n.

Die Gesellschaft ist schrecklich geworden, egoistisch, beschränkt und gemein,
das Haustier ist bestens geborgen, wir sind ja im Tierschutzverein.
Aber Kinder sind nicht gern gesehen, in Wohnsilos sperrt man sie ein,
kein Spielplatz, wohin soll‘n sie gehen, wo bleibt der Kinderschutzverein?

Besenkammer – Kinderzimmer, der Hof, der Park, es ist zu laut,
Verbote werden immer schlimmer, Kinder sind nicht mehr erlaubt.
Wo bleibt der Schutz der Kinder, der Platz für Spiel und Sport?
Sind wir denn alles Schinder, ihr schickt sie immer fort.

Die grüne Wiese ist für Hunde, Tretminen liegen weit und breit,
wo gehen Kinder ihre Runde? Zerstören oft aus Einsamkeit.
Das Luxusdenken unserer Zeit, kein Raum mehr für Erziehung,
das Streben nach Bequemlichkeit, die Angst – bloß keine Bindung.

Ein Kind ist heute Hindernis, wer welche hat der weiß,
mit Kindern man sehr glücklich ist, doch die Gesellschaft kostet Schweiß.
Oft heute in der Zeitung steht, gequält, missbraucht, ermordet,
nur wenn es um die Tiere geht, kämpft man und macht sich Sorgen.

Wo ist der Kindergartenplatz, Betreuung, Hort und Lehrer?
Ihr habt die Note mangelhaft, ihr dummen Selbstzerstörer.
Macht Spieloasen überall, bestimmt nur für die Kinder,
hier toben sie, ohne Gefahr, ob Sommer oder Winter.

Und wenn ihr Kinder schreien hört, vom Monstrum Mensch geschlagen,
auch wenn es eure Ruhe stört, steht auf, helft schnell, verklagen.
Das Kind muss nicht auf einen Thron, doch ihr müsst es beschützen,
für jedermann sich Hilfe lohnt, sie sind die Zukunfts-Stützen.

Kümmert euch um euren Nachwuchs – Medien sind kein Ersatz!
Nur ihr bestimmt, ob Mensch ob Auswuchs, das Spiegelbild ihr “Großen” schafft.
Kinder, Zukunft, ihr gestaltet, Rente, Pflege und das Heim,
ob Kapital ihr gut verwaltet, entscheidet ihr nur ganz allein.

Wenn ihr alt seid, krank und schwach, sucht die Schuld nicht bei den Jungen,
wenn nur Unglück euch bewacht, ist das Leben EUCH misslungen.
Was ihr nicht sät, könnt ihr nicht ernten, Erziehung, Liebe ist ein Muss,
die Kinder doch von euch nur lernen, die Umwelt ist nicht alles schuld.

Gebt Liebe, Zeit und Zärtlichkeit, ein Nest mit sehr viel Wärme,
sonst müsst ihr später Einsamkeit mit großen Schmerzen lernen.

MS 1992

Siehe auch mein Tatsachenbuch Vergessene Kinder

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