2023 / ergänzt Mai 2026 – Thema: Kritik
Kritik zu üben gehört zu einer Demokratie. Ohne Alternativvorschläge – wie es besser gehen würde – ist jede Kritik vom Sofa aus jedoch wertlos.
Hilft Kritik zur Lösungsfindung und Problembeseitigung? Kritik ist ein wichtiges Mittel der Kommunikation und des Austausches. Konstruktive Kritik ist unverzichtbar.
Unsachliche, verletzende Kritik bewirkt jedoch das genaue Gegenteil, vor allem dann, wenn der Kritik jede nutzbringende Grundlage fehlt. Und gerade das scheint in den („Sozialen“) Medien deutsches Kulturgut geworden zu sein. Besonders gerne wird über unsere Regierung geschimpft, gepöbelt und aggressive Verbalentgleisungen ausgelebt. Nur seinen eigenen Frust gemütlich von der Couch zu verbreiten, ohne selber aktiv werden zu wollen, bringt nicht die geringste Veränderung hier im Land. Klar, zufrieden sind die wenigsten Menschen mit dieser Regierung (nur noch die, die davon profitieren); schließlich hat die Mehrheit der Wahlberechtigten weder die vorhergehende Ampel-Koalition gewählt, noch die jetzige deutsche Bundesregierung.
Immer öfter fragt man sich aber, verfügen diese Kritiker überhaupt über umfangreiches politisches Wissen? Inwieweit engagieren sie sich selber politisch, um für Verbesserungen zu sorgen?
Wenn sich diese Herrschaften einmal für die deutsche Geschichte (beispielsweise ab 1950) interessieren würden, kämen sie zu folgenden Fragen:
Hatten wir je eine Regierung, die das Volkswohl auf ihrer Prioritätenliste hat?
Hatten wir je eine Regierung, die sich immer nach dem Grundgesetz gerichtet hat?
Hatten wir je eine Regierung, die die wachsende Wirtschaftsdiktatur, die Umwelt- und Klimaverschmutzung und Ressourcenausbeutung eingeschränkt hat?
Hatten wir je Regierungsmitglieder, die nicht von Ahnungslosigkeit, Realitätsignoranz, Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft betroffen waren/sind?
Hatten wir je eine Regierung, die ihre Selbstbedienung eingeschränkt hat?
Hatten wir je eine Regierung, die die Langzeitprobleme im eigenen Land angegangen ist?
Usw. usw.
Die aktuelle Bundesregierung und ihre Bundesminister/innen.
Was ist Politik? Demokratie? Gemeinschaft? „Die da oben?“
Wenn ihr Kritiker schon zu faul seid euch zu Hunderttausenden auf den Straßen zu zeigen und friedlich zu demonstrieren, um euch den Politikern sichtbar zu machen, statt zu funktionieren und nur im Netz zu schimpfen, dann schreibt zumindest Tausende Briefe/E-Mails an die Regierung, überflutet sie mit sachlicher Kritik und »mit uns nicht mehr!« Vielleicht könnt ihr auch Alternativen aufzeigen, was verbessert werden kann?
Politiker und Bürger/innen, die hier für positive Veränderungen sorgen wollen (sind rar, aber die gibt es wirklich), werden angefeindet, in radikale Schubladen gesteckt und mit Vorurteilen überhäuft. Weil es bequemer ist, in blinder Unterwerfung zu leben und seinem Konsumrausch zu huldigen, statt mitzuhelfen für gute Zeiten zu sorgen?











