Die Rente muss zum Leben reichen! Lebensherbst Teil 3

8. Juni 2025 0
Hits
0

Mai 2026 – Thema: Rente – Lebensherbst Teil 3 von 3

Zu wenig Rente? Teil 3 

Das Alter hat die farbenfreudigsten Facetten. Wie ist es zu schaffen, trotz kleiner Rente, zurechtzukommen und die Annehmlichkeiten auch im Lebensherbst zu genießen? Senioren sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft, und sie haben einen angenehmen Lebensherbst verdient! Mit etwas Kreativität und ein bisschen Initiative ist es zu schaffen, Lebensqualität, Gesundheit und Wohlbefinden bis in den tiefen Daseinswinter hinzubekommen!

Den Spruch: »Das Leben ist so schön, wie wir es uns machen«, müssen sich Millionen Rentenbezieher sozusagen »von der Backe schmieren«. Denn es fehlt ihnen nach und trotz einem arbeitsreichen Berufsleben die finanzielle Grundlage oder die Kraft dazu. Ein großer Teil ist froh, monatlich über die Runden zu kommen, ohne sich bei einer Tafel Essen holen und zum Sozialamt laufen zu müssen (wollen). Rentenzahlungen müssen eine menschenwürdige und selbstbestimmte Lebensweise ermöglichen! Alte Menschen haben etwas Besseres verdient, als ein Gnadenbrot, zur Tafel gehen zu müssen oder Pfandflaschen einzusammeln.

Lassen Sie ihren Rentenbescheid auf jeden Fall von einer Fachstelle überprüfen, da Bescheide oft noch Fehler/Lücken enthalten und zu Ungunsten ausfallen. Korrekturen werden meistens erst nach dem dritten Widerspruch und durch Vorlegen von Beweisen (Papiere immer aufheben!) vorgenommen – ich spreche da aus Erfahrung.
Scheuen Sie sich nicht, zu ihrem Sozialamt zu gehen und auf Ihrem Recht auf Hilfe zu bestehen! Wenn die Rente nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt decken zu können, stehen Betroffenen verschiedene Leistungen und Vergünstigungen zu. Unter anderem: Wohngeld, Grundsicherung, Hinzuverdienstmöglichkeiten, Ermäßigungen und die Möglichkeit, den Rentenfreibetrag zu nutzen. Es gibt absolut keinen Grund sich zu schämen oder Angst davor zu haben! Wenn Sie Ärger und/oder Fragen haben oder Unterstützung brauchen, ist Handlungsbedarf gefragt. Dafür sind die Ämter da. Schließlich bezahlen wir sie auch mit unseren Steuergeldern und zusätzlich mit saftigen Gebühren. Bleiben Sie ruhig und freundlich. Vereinbaren Sie telefonisch einen Gesprächstermin bei ihrem zuständigen Amt, lassen sich den Namen ihres Ansprechpartners geben und gehen dann vorbereitet (möglichst mit einem Zeugen als Begleitung) dorthin.
Vorher machen Sie eine Aufstellung, in der Ihre Rente und Ihre festen monatlichen Ausgaben aufgelistet sind; so dokumentieren Sie, wie wenig Geld monatlich von Ihrer Rente zum Leben für Sie übrigbleibt. Als Nachweis Unterlagen mitnehmen (Rentenbescheid, Mietvertrag, Energie, Strom, Tagesauszüge etc.). Sprechen Sie das aus, was Ihnen auf dem Herzen liegt. Man kann über alles reden und seine Meinung sagen. Erkundigen Sie sich nach der Grundsicherung und ob Sie Anspruch auf Sozialhilfe haben.
Wenn Sie Grundsicherung bekommen, fragen Sie trotzdem nach weiteren Beihilfen. Zum Beispiel: Zuschuss zur Krankenversicherung, Wohngeld, Hilfebescheinigung, Befreiung der Rundfunkgebühr, ermäßigte Telefongebühren etc. (muss alles beantragt werden). Lassen Sie sich nicht abwimmeln. Am Anfang wird gerne erst einmal abgewunken. Widerspruch einlegen! Bleiben Sie stur dran, auch wenn es dauert. Nerven Sie mit Fragen, bis Ihnen geholfen wird. Ämter sind überaus erstaunt, dass es noch Menschen gibt, die sich gegen Unrecht WEHREN; leider haben die Ämter lange Reaktionszeiten.

Rentner und Rentnerinnen sind keinesfalls Bittsteller! Es sind diejenigen, die mit ihrer Lebensleistung die Grundlagen für den heutigen Wohlstand geschaffen haben! Und das häufig unter schwierigeren Bedingungen, als es sich die heutigen Beschäftigten überhaupt vorstellen können. Zum Dank ist Armut für Millionen bittere Wirklichkeit geworden, und für einen wachsenden Teil der Bevölkerung ist es eine reale Bedrohung. Eine Schande für die deutsche Sozialpolitik! Rentner und Rentnerinnen mit Minirente werden gezwungen bis zum Grab dazuzuverdienen, Grundsicherung oder Aufstockung zur Rente zu beantragen. Es gibt ältere Menschen, die nicht zum Sozialamt gehen (wollen), weil sie sich genieren. Bereits jeder Fünfte erhält Unterstützung durch die eigenen Kinder. Einen angenehmen Ruhestand haben wir Älteren uns verdient! Ein schlechtes Gewissen lassen wir uns nicht einreden!

Übrigens: Die Rentenhöhe hängt nicht von den Einzahlungen der letzten Arbeitsjahre ab, sondern resultiert aus dem gesamten Versicherungsleben. Einige glauben immer noch, dass die Rente von alleine kommt, nur, weil ein bestimmtes Alter erreicht ist. Das ist nicht so, Sie müssen selber aktiv werden und mindestens drei Monate vor dem geplanten Rentenbeginn einen schriftlichen Antrag stellen. Beim Ausfüllen des Rentenantrages (und auch bei weiteren Beratungen) helfen Ihnen die Mitarbeiter in den Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung. Vereinbaren Sie einen Termin oder per online: www.deutsche-rentenversicherung.de

Plötzlich alt und arm! Wer nicht rechtzeitig vorgebeugt hat (oder nicht vorsorgen konnte), findet sich schnell in dieser prekären Situation wieder. Altersarmut ist ein Thema für Millionen Menschen in Deutschland, das mit erheblichen Sorgen und Ängsten um die Zukunft verbunden ist. Aber diese negativen Gefühle dürfen nicht in Perspektivlosigkeit umschlagen. Nicht länger stillhalten und schweigend hinnehmen! Gemeinsam sind wir stark und können eine Menge erreichen, und das ohne laut zu schreien! Mit vielen kleinen Nadelstichen machen wir uns bemerkbar. Die Politik hat seit Jahren eine falsche, unsoziale Richtung eingeschlagen, mit der wir uns nicht einverstanden erklären können!

Jeder hat sein eigenes Sorgenpäckchen zu tragen. Wer bringt da noch die Energie auf, das Schöne im Leben wahrzunehmen? Es gibt mittlerweile zahlreiche engagierte Gruppen, die gute Aktionen planen und durchführen, Informationsaustausch betreiben, Fakten erklären und bei Problemen helfen. Werden SIE aktiv! Schreiben, treffen, reden Sie miteinander und tauschen sich aus! GEMEINSAMKEIT schaffen!
Fangen Sie beispielsweise damit an, montags einen Spaziergang zu einem bestimmten Ort oder Treffpunkt zu machen, und sich dort erst einmal mit Freunden zu treffen, andere zu animieren mitzugehen und sich auszutauschen. Das bringt Vorteile mit sich; man kommt an die frische Luft und unter Menschen, trifft sich mit Gleichgesinnten, kann Daten und Infos austauschen und sich gegenseitig helfen. Mund-zu-Mund-Empfehlungen nützen, um von Woche zu Woche zu wachsen. Vielleicht bilden sich sogar neue Freundschaften.
Dann gibt es da noch die »Besuchspartnerschaften«, die nichts mit Pflege- oder Haushaltshilfedienste zu tun haben, sondern soziale Zuwendung ist, bei denen Freiwillige regelmäßig ältere Menschen besuchen, um ihnen Gesellschaft zu leisten und Lebensfreude zu schenken. Besuche in der eigenen Wohnung, zum Reden, Lachen, Spielen und Kuchen essen etc. oder Spaziergänge, stehen dabei im Mittelpunkt. Besuchspartnerschaften können auch jüngere und ältere Menschen verbinden und fördern den Austausch zwischen den Generationen. Die Treffen finden allgemein in einem festen Rhythmus statt. Auch hier können selbst im Alter noch schöne Freundschaften und Reisen entstehen.
Interessierte können sich im privaten Umfeld (Nachbarn, Bekannte, Freunde) umhören oder wenden sich an soziale Einrichtungen, wie die Wohlfahrtsverbände Caritas, Diakonie, Malteser und DRK. Sie bieten deutschlandweit Besuchsdienste an, um Senioren Gesellschaft zu leisten.

Die Macht der Kommunikation ist eines der günstigsten
und wertvollsten Geschenke, die wir zur Geburt erhalten haben.
Wir sollten das öfter nutzen.

Aus welchem Grund auch immer, hat nicht jeder die finanzielle und/oder gesundheitliche Möglichkeit, heute oder in Zukunft ohne Hilfe ein erfreuliches Rentnerdasein zu verbringen. Es ist traurig, aber leider wahr; viele, die gerne bei Gemeinsamkeiten mitmachen würden, haben zu wenig Geld dafür. Da scheitert es bereits an Bus- und Bahnkosten. Oder sie sind in ihrer Bewegung eingeschränkt. Oder haben keinen Zugang zum Internet, um von Freizeitmöglichkeiten und geplanten Aktionen zu erfahren. Deshalb ist es hilfreich, sich Informationen bei der Stadtverwaltung, Gemeinde, Sozialamt, Sozialverbänden, kirchlichen Einrichtungen und Vereinen einzuholen.

Auch der Lebensherbst hat seine Sonnenseiten und bietet uns ein Kaleidoskop vielfältiger Abwechslungen an. Wir müssen die Möglichkeiten, uns etwas Gutes zu tun, nur ergreifen. Selbst mit einem kleinen Budget ist es zu schaffen, die Annehmlichkeiten im Alter zu genießen. Rentenbezieher profitieren in Deutschland mit dem Rentenausweis von verschiedenen Vorteilen und Vergünstigungen (wer ihn nicht haben sollte, kann ihn bei der Deutschen Rentenversicherung beantragen). Im Alltag gibt es in vielen Bereichen Ermäßigungen. Bisweilen wird eine Vergünstigung allein aufgrund des Alters gewährt, oft ist aber die Bedingung, seine Rente mit dem Rentenausweis nachzuweisen (weil wir jünger aussehen). Ermäßigte Eintrittspreise gibt es in Museen, Kinos, Botanischen Gärten, Zoos und im Theater. Weiterhin in Bibliotheken, Schwimmbädern, bei Sportveranstaltungen, bei Reiseveranstaltern und anderen kulturellen Einrichtungen. Rabatt gibt es auch im öffentlichen Nahverkehr, beispielsweise mit der Bahncard für Senioren, sowie Vergünstigungen in verschiedenen Geschäften und Restaurants. Oftmals bieten Bildungseinrichtungen, wie die Volkshochschulen, reduzierte Preise für Kurse an; es lohnt sich immer nachzufragen. Auch bei Banken sollten Sie sich erkundigen. Es gibt Banken, die haben Spezialangebote für Rentner, die sich ausweisen können; unter anderem nehmen sie weniger Gebühren für das Führen eines Girokontos. Menschen, die gehbehindert, gehörlos oder blind sind, haben Anspruch auf kostenfreie Beförderung im ÖPNV.

Alt zu werden ist ein Privileg. Es sind die goldenen (nicht grauen) Jahre, die sich zusammensetzen aus dem kalendarischen und biologischen, aus dem sozialen und dem gefühlten Alter. Wir sind in verschiedenen Bereichen unterschiedlich alt. Was können wir nun tun, um glücklich und gesund alt zu werden? Älterwerden ist nicht nur genetisch bestimmt, sondern hängt überwiegend von unserer Lebensweise und Einstellung ab. Habe ich Interesse an meinem Umfeld, an Kultur, Musik, Sport, Politik? Pflege ich gute soziale Beziehungen? Achte ich auf meinen Körper und auf meine Ernährung? Bin ich neugierig, offen für Unbekanntes? Das sind einige der abwechslungsreichen Kriterien. Mit etwas Kreativität und ein bisschen Initiative ist es zu schaffen, Lebensqualität, Gesundheit und Wohlbefinden bis in den tiefen Daseinswinter hinzubekommen! Glaube an die eigene Leistungskraft, Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl beflügeln die Produktivität eines Menschen um ein Vielfaches! So verhält es sich auch mit der Fitness und der mentalen Stimmung, die sich durch positives Denken erhöhen. Das Leben ist das Produkt unserer Gedanken, und der Körper ist geschaffen, um unseren Geist zu bewegen. Sorgen wir dafür, dass unsere geistige Beweglichkeit lange erhalten bleibt, und nicht im jetzigen Zeitalter der digitalen Bequemlichkeit verlorengeht.

Siehe dazu auch mein Buch Älterwerden … Alt werden wir erst später!

Senioren sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft
und ein unterschätzter Wirtschaftsfaktor.

Rechtzeitig vorbeugen? Wie soll das denn gehen?
Bei einer solchen volksfeindlichen und reichendienlichen Politik, meinen da unsere Politiker im Ernst, dass wir zu den ohnehin hohen gesetzlichen Abgaben, zusätzlich noch Geld für eine private Altersvorsorge aufbringen können?

Ob Riester-Rente, Betriebsrente, Immobilien, Fonds, Aktien (digitale Wertpapiere) oder Sonstiges als private Altersvorsorge. Politische Anregungen dazu dienen nicht den Einzahlern, sondern vor allem Vater Staat, den Banken und den Versicherungsunternehmen. Vorschläge, die wiederum nicht zum Problem passen, sondern nur Wirtschaftsunternehmen dienen. Immer wieder erstaunlich, wie Regierungsverantwortliche ihre mangelhafte Finanzplanung, Irrtümer und massiven Fehler auf die Bevölkerung abwälzen wollen.
Und Normalverdiener, die zusätzlich zu der gesetzlichen Rentenversicherung, mühsam Geld für eine private Altersvorsorge abzweigen, werden sich über die gesetzlich geschützte Abzocke bei der reduzierten Auszahlung mehr als ärgern: »In der privaten Vorsorge lastet das Risiko einer rückwirkenden Änderung auf Millionen von Verträgen. Viele (künftige) Privatrentner werden sich weiterhin nachträglich abkassieren lassen müssen. Bereits bei Altverträgen hat das Bundessozialgericht die kalte Änderung der Geschäftsgrundlage für die Sparer als zumutbar legalisiert! Selbst das Bundesverfassungsgericht verwarf die Beschwerden hierzu ab.«
Dass eine derartige Dreistigkeit auf die Einzahler zukommen kann (die verantwortungsbewusst für ihr Alter vorsorgen), sagt einem natürlich bei Vertragsabschluss kein Mensch. Und stillschweigend verabschiedete Gesetze erfährt man erst bei der Auszahlung. An banalen Ausreden mangelt es dann nicht. Das heißt im Klartext: Wenn das verklausulierte Kleingedruckte in der Police den Unternehmen nicht mehr zur Profitmaximierung ausreicht, können sie jederzeit zu Vater Staat laufen und bekommen ganz schnell ein passendes Gesetz gebacken, damit die Bereicherung im Fluss bleibt. Ist es nicht überaus sozial, wie millionenschwere Unternehmen auf unsere Kosten staatlich gepampert und subventioniert werden? Da wird Profitgier mit gesetzlicher Unterstützung zelebriert.
Dabei ist die Riester-Rente nur ein Beispiel von vielen, für die Vabanquespiele politischer Hasardeure. Und sie werden nicht einmal zur Rechenschaft gezogen, da sie sich mit eigenen Gesetzen so abgesichert haben, dass man sie nicht zur Verantwortung ziehen kann.
Riester: 2002 Startschuss zur staatlich geförderten privaten Altersvorsorge. Den Versicherungsunternehmen wurde über Nacht ein riesiger profitabler Markt geschenkt! Das Geschäft mit dem Alter ist insbesondere für diese Unternehmen zur unerschöpflichen Goldquelle geworden; ihnen wird mit gesetzlicher Unterstützung haufenweise Geld in die Kassen gespült. Aktuell bestehen 16 Mio. Riester-Verträge! Wobei keiner weiß, was letzten Endes dabei herauskommt, da es komplizierte Regelungen gibt! Hohe Gebühren zehren einen Gutteil des Kapitals schon vor Rentenantritt auf! Der Staat holt sich durch die nachgelagerte Besteuerung Geld zurück! Eine Kündigung ist nur mit hohen Verlusten möglich! Wenig Rente nach einer langen Phase des Ansparens, da auch die Lebenserwartung von den Versicherungen zu hoch angelegt ist! Laut Experten ist das keine empfehlenswerte und keine sichere private Zusatzvorsorge fürs Alter! Bis zu vier Millionen Riester-Verträge liegen bereits brach/ruhen! Da haben sich seit 2002 nur die Versicherungsunternehmen über den politisch veranlassten jahrelangen Geldregen Riester-riesig gefreut.

Wir können uns auf politische Versprechungen nicht mehr langfristig verlassen. Es gibt keine Sicherheit für viele Jahre mehr, da immer Irgendeiner am Rädchen der Bereicherung schraubt und in die Taschen der Bevölkerung greift. Nach Jahren sind gemachte Zusagen Schnee von gestern und gehen grundsätzlich zu Ungunsten der Einzahlenden aus. Die Wurzel des Übels will politisch einfach nicht angegangen werden!

Stillschweigen ist Unterstützung und Duldung von Missständen! Und genau das ist ein Fehler! Wehrt euch liebe Leute, dafür ist man nie zu alt. Kämpft für eine faire Rente! Es darf nicht sein, dass Frauen und Männer nach jahrzehntelanger Arbeit und Einzahlungen in die staatlichen Sozialkassen ihren hart erarbeiteten Lebensstandard im Alter nicht mehr halten können und in die Armut abstürzen. Der Ruhestand muss für alle, die gearbeitet und eingezahlt haben, bezahlbar bleiben! Wenn ein Zustand dramatisch und unzumutbar ist, muss sich erhoben und gewaltlos gehandelt werden! Als Brennstoff für Politik und Elite missbraucht zu werden, sollte sich das Volk nicht länger gefallen lassen. Wenn JEDER ehrlich seine Steuern bezahlen und sich am Sozialsystem beteiligen würde – wir hätten jede Menge Probleme weniger! Zum Beispiel könnten faire Renten gezahlt werden, die Altersarmut wäre passé, die Sozialbeiträge wären viel niedriger und unser Gesundheitssystem könnte zu alter Stärke zurückkehren und vieles mehr!

Was können WIR als Volk TUN, um die jahrzehntelange Selbstbedienung und Geldverschwendung unserer Politiker zu unterbinden oder zumindest einzuschränken; sie an ihre Staatsaufgaben für die Bevölkerung zu erinnern und für eine faire Rente zu sorgen? Schaffen wir es, uns gemeinsam für mehr Gerechtigkeit einzusetzen?
Erschrecken wir doch die Ämter, Ministerien und unsere Regierung damit, dass es hier im Land noch unzählige denkfähige Menschen gibt, die sich gegen Willkür, Abzocke, Ausbeutung und reichendienlicher Politik gewaltlos zu wehren wissen. Beispielsweise: Petitionen einreichen. Sich solidarisieren, verbinden und verbünden und im realen Leben Netzwerke bilden und mit Gleichgesinnten gewaltlos auf den Straßen demonstrieren. Machen wir uns den Politikern sichtbar und zeigen ihnen »mit uns nicht mehr«! Sich politisch bilden und engagieren, Briefe und E-Mails an die Politiker/innen massenweise senden, zu Gesprächsstunden gehen und vor allen Dingen wählen gehen! ALLE Wahlberechtigten! Aber bitte bedenken: Wer kritisiert sollte auch Alternativen aufzeigen und Lösungsvorschläge machen.
Alle paar Jahre ein Kreuz auf dem Wahlzettel zu machen – das ist zu wenig! Eine funktionierende Demokratie braucht mündige Bürgerinnen und Bürger, die sich organisieren und für ihre Anliegen eintreten. Die niedrigen Renten und die Zunahme der Armut sind hausgemacht! Sich nur in den Netzwerken aufzuregen, reicht nicht aus! Die Forderung nach einer gerechteren Rentenpolitik kann nicht die Forderung von ein paar Hundert Rentnern sein. Es muss die Forderung von Tausenden Rentnern, Rentnerinnen und Beitragszahlern sein! Denn die werden durch sich dauernd veränderte Gesetze und infolge politischer Unfähigkeit um ihre Lebensleistung betrogen! Wer jahrzehntelang in die Rentenkasse einzahlt, muss eine Rente erhalten, die ein humanes Dasein ermöglicht, und nicht Armut und Bedürftigkeit bewirkt! Es ist an der Zeit die Weichen neu zu stellen! Eine Gesellschaft frei von Angst und Sorge um das Morgen; ein »Miteinander und Füreinander«!

Die Sicherung der Menschenwürde gehört auch im Alter zu den Grundsätzen eines Sozialstaates. Daher muss das Leben ebenso im Alter menschenwürdig und bezahlbar bleiben! Jahrzehntelange Arbeit und Einzahlungen in die Rentenkasse darf nicht in die Altersarmut führen. Und die Menschen, die bis zur Rente arbeiten und in die Sozialkassen einzahlen, Gesundheits- und Altersvorsorge praktizieren, müssen belohnt werden. Doch sie werden bestraft, weil sie die Nichteinzahler, Migranten, Sozialallergiker und Leute, die arbeiten können aber nicht wollen, Generationen von Hartz-IV-Empfängern (Bürgergeld, jetzt Grundsicherung) mit auffangen sollen. Wer nicht arbeiten kann, dem wird geholfen. Wer nicht arbeiten will, keine Leistung erbringt und nicht in die Sozialkassen einzahlt, hat kein Recht auf Unterstützung.

Rentenzahlungen müssen eine menschenwürdige und selbstbestimmte Lebensweise ermöglichen! Deshalb wehrt Euch liebe Leute!!! Die Deutsche Rentenversicherung ist eine Versicherung!!! Auf diese hat man Rechtsansprüche. Bestehen Sie auf Ihrem Recht! Immer wieder wird unaufhörlich an der Rente herumgebastelt, heimlich neue Gesetze zu unseren Lasten erlassen, und so getan, als ob Renten ein Geschenk des Staates und eine Wohltat für arme Leute sind. Ein unerhörtes Vergehen gegen Recht, Wahrheit und die Würde des alternden Menschen. Wenn ein Zustand, eine Situation oder ein zu befürchtendes Szenario wirklich dramatisch und unzumutbar ist, muss man sich schon von seinem Sofa erheben.

Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient hat – oder sich GEFALLEN lässt.

#AutorinSchinhofen #Autorin #Schinhofen #Rente #Alter #Leben #Lebensherbst #Politik #Profit #Gier #Kapitalismus #Unrecht #Staat #Armut #Gesellschaft #Zukunft #Gegenwart #Führung #Menschen #Deutschland #Leistung #Desaster #Diskriminierung #Missstand #Recht #Alltag #Sozialamt

Anmelden
Benachrichtigen Sie mich zu:

0 Kommentare
älteste
neuste beste Bewertung
Inline Feedbacks
View all comments